Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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es erlaubte, die Sitze ſo zu drehen, daß einem die Sonne nie ins Geſicht ſchien.

Diesmal wurden der Reiſecavalcade koſtbare Gefäße nachgetragen, da es ſich um einen längern Aufenthalt Cornelia's in Antium handelte.

Es waren dies Geſchirre, die man nicht der Gefahr ausſetzen wollte, in Wagen Schaden zu leiden.

Als das Volk, welches Cäſar grüßte, die Heerde Eſelinnen ſah, die den Zug ſchloſſen, ſagte es:

Cäſar's Gemahlin iſt gewiß krank und will ſich in der Eſelsmilch baden, wie es bruſtkranke und blut⸗ arme Frauen zu thun pflegen. Die Aermſte ſieht bleich genug aus, ihre Stirn iſt noch weißer als die weiße Seide auf den Vorhängen ihrer Sänfte.

So bedauert zog Cäſar's jugendliche Gemahlin, die nicht viel über zwanzig Sommer geſehen, dahin.

Sie war trotz aller Kränklichkeit, trotz der Schwind⸗ ſucht, die an ihrem Lebensmark zehrte und ſie trübe in die nächſte Zukunft ſchauen ließ, glücklich, denn ſie wähnte ſich von Cäſar geliebt.

Aus dieſem ſeligen Bewußtſein, geliebt zu werden, ſog ſie neue Lebenskraft, in dem Gefühle, daß ihr der geliebte Mann ganz und ausſchließlich zu eigen gehöre, lag für ſie die einzige Geneſungshoffnung. Im Seelen⸗ frieden lag für ſie Geſundheit und ſie beſaß dieſen