Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

7 1 * 1 * 5

13

Der damaligen Sitte gemäß ließen ſich nämlich die Reichen, welche ihre Landhäuſer an der Appiſchen Straße hatten, vor ihren Thüren begraben.

Dieſe reichen Grabmäler wurden dann mit Bäu⸗ men umpflanzt und mit Bänken umgeben, welche den Wanderern zu Erholungsſtätten dienten.

Cäſar wußte recht gut, wie ſehr er ſeine Popula⸗ rität befeſtigte, wenn er die Appiſche Straße, den Stolz Roms, den Hauptſpaziergang der Römer, ver⸗ beſſerte.

So oft er die Straße entlang reiſte, empfing man ihn auch ſtets mit ſchmeichelhaften Acclamationen.

Man kannte ſchon von weitem ſeine in Purpur gekleideten Mohren, die numidiſchen Vorreiter, welche der Sänfte ſeiner Frau voranzuſprengen pflegten, ſeine gleichfarbigen, gut gefütterten, mit ſilbernen Hufeiſen beſchlagenen Maulthiere, deren Treiber blaue, mit Gold eingefaßte Röcke hatten, während die Läufer rothe Tuniken trugen.

Alle Welt bewunderte die purpurnen und geſtickten Decken der kleinen und dicken galliſchen Pferde Cäſar's, welche goldene Gehänge und Gebiſſe trugen, den mit

Silberfiguren beſchlagenen Reiſewagen mit daran be⸗

feſtigten Würfelbretern, damit man ſelbſt im Fahren ſpielen könne, und mit dem ſinnreichen Apparate, der