162
Ehe eine halbe Stunde vergangen war, hatte man fünftauſend neue Leichen, den Graben zu füllen.
Aber noch immer klaffte er tief und weit, mochte man auch Alles, was man von Reiſig und Holz mit⸗ geſchleppt, hineinwerfen.
„Tödtet die Pferde, wir kommen zu Fuße auch nach Rom!“ ſchrie der Kappadocier.
Die Soldaten gehorchten zögernd, aber ſie ge⸗ horchten.
Rom ſtand ja auf dem Spiele.
Beſſer, zu Fuße nach Rom kommen, als hier ver⸗ derben. Der Kappadocier hatte Recht.
In einer Stunde lagen ſechstauſend blutige Pferde⸗ leichen im Graben.
Aber dieſer war noch immer nicht ſo, daß man ihn paſſiren konnte, ohne ſich zu lange den verderb⸗ lichen Geſchoſſen des römiſchen Detachements auszu⸗ ſetzen, das drüben in Waffen ſtand und ſchon kleine Verſtärkungen an ſich zu ziehen anfing.
Wehe, wenn erſt Craſſus kam!
Seine Vorpoſtenlinien mußten bereits alarmirt, Bo⸗ ten, ihn aufzujagen zu forcirtem Marſche, unterwegs ſein.
Jetzt war ein Moment gekommen, wo ſelbſt dem Kappadocier der Muth ſank und er verzweifelnd um ſich blickte.


