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fünfzehntauſend Leichen, fünſtauſend Gefangenen, ſechs⸗ tauſend Pferden und doppelt ſo viel Rindern auszog, um an einer ſechs Meilen entfernten Stelle den Ueber⸗
gang zu forciren. Es war ein ſchauerlicher Zug und er ging nur langſam von ſtatten, denn faſt jeder zweite Lebendige
trug einen Todten auf den Schultern.
Abwechſelnd mußten die Gefangenen die Todten ſchleppen, oder man ſetzte die Leichen den Reitern vors Geſicht auf die Pferde.
Jetzt hatte man die ſchwachbewehrte Stelle des Walls erreicht.
Das Erſte, was die Leute des Kappadociers thaten, war, daß ſie die fünfzehntauſend Leichen in den Graben warfen.
Aber dieſer war damit noch nicht bis zum vierten Theile gefüllt.
Wohl aber war die Beſatzung drüben alarmirt und ein wilder Kampf entſpann ſich.
Dieſer durfte nicht ſo lange dauern, daß den Rö⸗ mern Succurs kommen konnte, in einigen Stunden mußte Alles beendet ſein.
„Erwürgt die Gefangenen!“ befahl der Kappa⸗ docier.
Der Befehl wurde ſofort ausgeführt.
Lucian Herbert, Bis zum Rubicon. II. 11
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