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Der Kappadocier verließ das Lager und blieb zwei Tage aus.
Als er am dritten Morgen wiederkehrte, ſagte er:
„Ich habe gefunden, was ich ſuchte. Sechs Meilen von hier iſt eine ſchwach vertheidigte Stelle. Dorthin laß mich heute Nacht mit drei Viertheilen des Heeres insgeheim aufbrechen. Laß mich den ganzen Troß, die Pferde, die Stiere, die Gefangenen und die Ge⸗ fallenen mitnehmen. Du beſchäftige hier indeſſen den Feind und halte ihn in dem Glauben, daß er unſere ganze Macht vor ſich habe. Wenn zehn Stunden nach meinem Ausmarſche vorüber ſind, dann greife ihn zum Scheine an. Du wirſt weiter von mir hören!“
„Ich will mich Dir noch einmal unterordnen!“ ſagte Spartacus, dem die wilde Energie des Kappa⸗ dociers Achtung und Bewunderung abzwang, wenn⸗ gleich er ſich nach den bisherigen verunglückten Ver⸗ ſuchen wieder kein Reſultat verſprach.
Der Kappadocier ſchien vom Himmel begünſtigt zu werden, denn die Nacht, welche anbrach, war eine ſo ſtürmiſche, daß Craſſus nicht glauben konnte, der er⸗ müdete Feind würde ſie zu einem Unternehmen be⸗ nutzen.
Arglos hütete der römiſche Feldherr ſeine Schan⸗ zen, während der Kappadocier mit vierzigtauſend Mann


