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Als der Kappadocier am Abend des zweiten Tages den Kampf einſtellte, weil die Streiter vor Müdigkeit nicht weiter konnten, deckten fünfzehntauſend Leichen das Schlachtfeld.
„Glaubſt Du noch nach Rom zu kommen?“ fragte Spartacus in der Nacht mit zitternder Stimme den Kappadocier.
„Gewiß!“ entgegnete dieſer funkelnden Auges.„Laß die Soldaten ausſchlafen, ich will indeſſen den Wall weognosciren und ſeine ſchwache Stelle ausfindig machen.“
Bedenke eins!“ ſagte Spartacus düſter.„Noch
zwei ſolche Schlachttage wie die letzten, und wir haben
kein Heer mehr.“
„Ich habe es wohl bedacht!“ antwortete der Kappa⸗ docier.„Aber ich ſage Dir, wir kommen hinüber und ſelbſt die fünfzehntauſend todten Kameraden, welche das Feld bedecken, ſollen uns dabei helfen! Unter⸗ handle mit Craſſus, daß er uns geſtattet, unſere Ge⸗ fallenen aus den Gräben zu holen und zu beerdigen. Errichte zum Scheine Scheiterhaufen, als ob wir die Leichen verbrennten, in Wahrheit aber ſammle ſie zu einem rieſigen Haufen und halte Dein Heer bereit, daß es in jedem Augenblicke nach dem Punkte aufzubrechen im Stande iſt, den ich jetzt ausfindig machen will.“


