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Es dauerte nicht lange, ſo war das Schiff des Epidius dicht von kleinen Fahrzeugen umgeben, aus welchen abenteuerlich gekleidete Leute, jede Gefahr ver⸗ achtend, herüber ſprangen, um deſſen Bemannung für gefangen zu erklären.
„In weſſen Händen ſind wir?“ fragte Cäſar furchtlos.
„Kynokephalos von Kappadocien heißt unſer Herr!“ erwiderte einer der Piraten.„Du ſollſt ihn gleich kennen lernen. Wer aber biſt Du, der Du Dich ſo ſtolz geberdeſt, als ob Du uns ſo eben zu Gefange⸗ nen gemacht hätteſt? Wie ſollen wir Dich nennen, wenn wir Dich unſerm Herrn als unſern Gefangenen anſagen?“
„Sagt, daß es Euch geglückt ſei, Cajus Julius Cäſar zu fangen!“ rief Cäſar.„Oder einen römiſchen Bürger, wenn Euch das beſſer klingt!“
„Ich höre Deinen Namen zum erſten Male, guter Freund“, ſagte der Pirat,„aber Du biſt jung und dauerſt mich; darum, wenn Du guten Rath von mir annehmen willſt, ſo rühme Dich nicht bei meinem Herrn Deines römiſchen Bürgerthums. Kynokephalos von Kappadocien hat eine eigene Art, mit römiſchen Bürgern zu verkehren, die Dir wenig gefallen dürfte.“
„Worin beſteht dieſe Art?“ fragte Cäſar trotzig.


