Teil eines Werkes 
1. Bd. (1867)
Entstehung
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entfaltend.Die Bürger von Puteoli bitten mich ver⸗ trauensvoll, ihre innern Händel zu ſchlichten; es iſt, als ob die Leute ahnten, daß ich bald Zeit haben werde, meine Aufmerkſamkeit ihren kleinen Angelegen⸗ heiten zuzuwenden. Den guten Bürgern kann gehol⸗ fen werden; habe ich erſt den Dictator ausgesogen, will ich nach Puteoli als Schiedsrichter gehen und kleine Stadtzwiſte durch gute Worte und Händedrücke ſchlichten. Wer ſtört uns, Papirius?

Die Frage war kaum ausgeſprochen, als ſich ſchon die Thüren öffneten und den Hüterinnen des heiligen Feuers Einlaß gewährten.

Sie waren in vollem Ornate gekommen und hatten von ihrem Privilegium Gebrauch gemacht, bei den höchſten Würdenträgern des Staats unangemeldet ein⸗ zutreten.

Ihr Eintritt war von den Worten begleitet:

Wir erbitten Gnade von Sulla, dem Glücklichen, für Cajus Julius Cäſar, den Unglücklichen!

Sulla runzelte die Stirn. Der erſte Eindruck, den das Anſinnen der Veſtalinnen auf ihn machte, war offenbar kein günſtiger.

Immer daſſelbe Lied! murmelte er finſter.

Plötzlich jedoch ſchienen ſeine Gedanken eine freund⸗ lichere Wendung zu nehmen; die Pointe mit dem Ring,