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„Kitzle mich nicht, Papirius!“ wehrte Sulla den indirecten Rath, Cäſar zu begnadigen, ab.„Die Luſt, den Streich zu führen, geht mir ohnehin prickelnd genug durch die Adern. Wie verführeriſch doch ſolch eine Pointe iſt! Cäſar in meinem Teſtamente bedacht, ſchon das iſt Goldes werth. Pompejus, der um mich geſchwanzwedelt, ausgeſchloſſen aus meinem Teſtament, Cäſar dagegen darin erwähnt, beſchenkt mit dem Ring, der ſeinem Oheim Krämpfe verurſacht hat— es wäre zu gut! Ja, wenn ich wüßte, daß in dem Knaben Cäſar kein zweiter Marius ſteckte, und wenn ich mich ſelbſt überleben und bei der Eröffnung des Teſtaments zu⸗ gegen ſein könnte, wenn ich die beiden Geſichter ſehen könnte, den Pompejus und den Cäſar! Denken wir an etwas Anderes, Papirius, der Gedanke mit dem Ringe umſtrickt mich ſonſt ganz und ich vergeſſe über dem Luſtſpieldichter den weitausſehenden Staatsmann, der den Knaben Eäſar nicht leben laſſen kann, wenn er ſein eigenes Werk in der Zukunft nicht gefährden will.“
Von dem Beſtreben geleitet, ſeinen Gedanken eine andere Richtung zu geben, trat Sulla an den Tiſch,
auf welchem die Pergamente lagen, und nahm das
erſte beſte, das ihm zunächſt lag, zur Hand. „Sieh, Papirius, dieſe Idylle!“ ſagte er, die Rolle


