Teil eines Werkes 
1. Bd. (1867)
Entstehung
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zufällig in mein Zelt, als mir der Arzt die Hand ver⸗ band. Er ſah, wie ſich das Fleiſch von ihr löſte, und ſein Auge blitzte. Er erkannte, daß meine Krankheit tödtlich ſei, und machte im Geiſte den Ueberſchlag, wie er aus ſeiner Entdeckung Nutzen ziehen könnte. Ich habe noch nie den Calcul eines Mannes durchkreuzt, der mit mir ging und mir treu diente. Granius hätte immerhin meine Pulsſchläge zählen und auf die Mi⸗ nute, die mich abruft, ſeine Speculationen bauen kön⸗ nen, aber er iſt ein kleinlicher Charakter, der, wenn er ſich die Taſche auf Staatskoſten gefüllt haben wird, hingehen und es auf dem Markte ausrufen wird, daß er auf meinen Tod ſpeculirt habe und daß ich an der Phthiriaſis geſtorben ſei.“

Wieder klang eine Spur von Erregtheit aus dem Tone der Stimme Sulla's und ſein Antlitz röthete ſich leicht, als er hinzuſetzte:

„Sie brauchen es aber nicht zu erfahren, woran Sulla der Glückliche ſtarb. Den Arzt habe ich durch Gold ſtumm gemacht, mein Teſtament ſichert ihm eine Rente, ſolange er ſchweigt, und von Dir hängt die

Auszahlung dieſer Rente ab. Du haſt ihn in der Hand.

Er weiß das und müßte ſich ſo in ſein eigenes Fleiſch

ſchneiden wollen, wenn er das Geheimniß nicht bewahrte.

Du ſelbſt wirſt auch ſchweigen—“

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