Teil eines Werkes 
1. Bd. (1867)
Entstehung
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woher er will; habe ich doch ſelbſt nie zu ängſtlich das Woher erwogen, als ich meine Freunde bereicherte und hunderttauſend Soldaten zu Grundbeſitzern machte. Sie haben es immer gut gehabt, die zu mir hielten, nicht wahr, Papirius? Niemand hat beſſer als ich ſeinen Freunden und Feinden vergolten; kannſt Du es leug⸗ nen, Papirius?“

„Wer würde der Kurzſichtige ſein, das leugnen zu wollen!“ rief Papirius.„Du haſt ſelbſt da noch den Freunden die Stange gehalten, wo ſie erwieſenermaßen Deinen Feinden in die Hände arbeiteten! So ſagt man zum Beiſpiel eben jetzt, daß Catilina, auf Deine Gön⸗ nerſchaft ſündigend, die Liegenſchaften Cäſar's um Spott⸗ preiſe an ſich bringe, um ſie für den letztern nicht ver⸗ loren gehen zu laſſen.“

„Sagt man das?“ lachte Sulla.„Ich aber ſage Dir, dem kopfloſen Cäſar werden ſeine Güter wenig nützen, ſelbſt wenn Catilina wirklich ſo großmüthig wäre, wie der Ruf ihn in dieſem Falle ſein läßt. Während wir ſprechen, arbeitet Phlagita; ich bin gewiß, er bringt mir Cäſar, und ebenſo gewiß iſt es, daß der mir eingelieferte Cäſar mein Haus nur als Leiche verlaſſen wird. Zwei Leute müſſen noch daran, ehe ich meine Hände waſche und die öffentlichen Ge⸗

ſchäfte, die mir eine Laſt ſind, für immer von mir werfe.“ Lucian Herbert, Bis zum Rubicon. I. 10