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„Es gibt ſogar Leute, welche geſehen haben wollen, daß Catilina den blutigen Kopf des Gradidianus zur Wohnung des Sulla trug!“
„Man muß nicht Alles glauben, was ſich der Pö⸗ bel erzählt!“ miſchte ſich ein Bürger ins Geſpräch, der bisher unbetheiligt an demſelben geweſen und ein Sullaner zu ſein ſchien, während die beiden andern es mit dem unglücklichen Marius hielten, deſſen Partei kürzlich ein ſo tragiſches Ende genommen, in Rom aber immer noch viele Freunde und Anhänger hatte, die nur der von Sulla geübte Terrorismus abhielt, ſich offen zu ihr zu bekennen.
„Iſt das vielleicht auch Pöbelgeſchwätz, daß Cati⸗ lina ſeinen eigenen Bruder ermordet und dann deſ⸗ ſen Namen auf die Proſcriptionsliſte geſetzt hat, als ob er noch lebe?“ fertigte der ältere Marianer hämiſch den Sullaner ab.„Beſitzt er nicht den ſilbernen Adler des Marius und bringt er ihm nicht Menſchenopfer? Iſt er nicht ein Heuchler, ein Verſchwender, ein Praſſer?“
„Genug!“ ſchrie der Sullaner.„Halte inne in der Beſchimpfung der beſten Freunde Sulla's, oder—“
„Oder was?“ ſchrieen die beiden Marianer wie in einem Tone, der wie trotzige Herausforderung klang, und kehrten ſich gegen den Sullaner, der ſeinerſeits


