Teil eines Werkes 
1. Bd. (1867)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

24

ſeine Freunde aufrief, ihm beizuſtehen, ſodaß einen Augenblick lang ein ernſtes Handgemenge bevorzu⸗ ſtehen ſchien.

Urbilia floh entſetzt und zog ihre Sklavin Domna mit ſich die Treppe hinab.

Cäſar, der von unten die Bewegung auf der Treppe gewahrte und Urbilia eilig und verſtört herab⸗ kommen ſah, ſagte zu Catilina:

Das ſchöne Kind ſcheint ſich droben im Gedränge nicht wohl gefühlt zu haben. Sie geht vielleicht nach Hauſe. Wer weiß, ob mir je wieder die Sonne einer ſo guten Gelegenheit, in ihren Beſitz zu kommen, lacht wie heute!

Iſt es Dir wirklich Ernſt damit? fragte Catilina verwundert.

Cäſar nickte mit dem Kopfe und ſagte:

Sie gefällt mir wie keine zweite!

Dann laß mich machen! rief Catilina lachend.

Was haſt Du vor?

Ich ſchaffe Dir das Mädchen. Eine Hand wäſcht die andere. Du wirſt mir ſchon wieder dienen!

Catilina wollte ſich entfernen und winkte ſeinem An⸗ hange, der wohl aus anderthalb⸗ bis zweihundert Men⸗ ſchen Freunden, Clienten und Freigelaſſenen beſtand. Aber er kehrte ſich noch einmal um und rief Cäſar zu: