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„Dann blieb alſo nichts übrig, als ſich die Hälſe zu brechen?“ ſagte Walter mit einem Anflug von Spott.
„Hälſe brechen? Keine Spur, mein Freund. Das erſte Mal, als ſich die beiden alten Hähne das Bekennt⸗ niß machten, wie engelsgut, wie hinreißend und be⸗ zaubernd das holde Kind ſei— ich glaube, es war nach dem Theater, wo ein altes Stück gegeben worden: „Einer muß heirathen“— in der Stunde ſind ſie ſich beide vor Rührung um den Hals gefallen und haben ſich geküßt auf der ſtillen nächtlichen Straße. O, es war eine ergreifende Scene, wie jeder von beiden außer ſich vor Wonne und Entzücken war, daß der andere ſo ganz und gar ſeinen Geſchmack habe. Jeder von beiden hat mit heimlicher Freude das Geſtändniß des andern angehört, und ſie haben ſich gegenſeitig Muth gemacht, zu werben und das liebe Kind heim⸗ zuführen. So ein reizendes junges Weibchen auf dem alten Schloſſe, es hätte ein Götterleben ſein müſſen, darüber waren beide einig. Nun war das aber eine ſehr komiſche Geſchichte, mit der Werbung nämlich; denn keiner von beiden wollte dem andern wehe thun. Eines Tags, als der eine Vetter zu werben entſchloſſen iſt, kommt ihm der andere höchſt melancholiſch und nieder⸗ gedrückt vor. Nein, denkt er für ſich, der liebt ſie doch noch tiefer und inniger, du willſt es ihm nicht zu leid thun


