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Lorbeer und Myrte / von Julius Grosse
Entstehung
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Menſchenalter nicht mehr von der Seite ging. Er iſt ein guter alter Knabe; wenn er auch nicht das Pulver erfunden, nicht einmal das Zahnpulver, ſo hat er mir doch mehr als einmal das Leben gerettet; doch ich ſehe, Sie werden ſchon wieder ungeduldig, ich muß mich alſo noch kürzer faſſen. Stellen Sie ſich alſo vor: zwei ſolche alte Hechte wie wir leben ſo jahraus jahr⸗ ein mit einander hin, da paſſirt es, daß ſie in eine Familie eingeführt werden, eine Familie von altem Adel; ihre wirkliche Krone war die einzige Tochter, ſchön wie eine Fee, reizend wie ein Elf nun, Sie mögen ſich das nach Ihrem Geſchmack ausmalen. Da paſ⸗ ſirt nun das Unerhörte, daß die beiden alten Narren a tempo Feuer fangen und rettungslos auflodern wie in der ſchönſten Zeit der Heine'ſchen Jugendeſeleien. Der eine wird vom alten Onkel begünſtigt, weil er ausgezeichnet Schach ſpielt, und der andere von der Mutter, weil er ſehr reich iſt und außerdem Hier ſtockte er.

Und außerdem, weil die Tochter vielleicht denſel⸗ ben Vorzug zu würdigen wußte?

NRicht zu raſch, mein Freund. Die Tochter? Nein, das Kind hatte vielleicht gar nichts bemerkt, ſie war liebenswürdig herzig, unbefangen und zutraulich mit beiden.

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