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Lorbeer und Myrte / von Julius Grosse
Entstehung
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Sommer war ich ſonſt regelmäßig daheim. Sie ſollten einmal mitkommen, junger Freund; mein Schloß am Eiderſtrande kann ſich immer noch ſehen laſſen. Fette Aecker, hohe Dämme, unabſehbare Wälder und Wieſen, wo das Gras ſo hoch wird, daß man die weidenden Kühe nicht mehr ſieht. Und drinnen erſt: altes Täfel⸗ werk und Ledertapeten, auch ſonſt noch Wände genug

für Euch zum Vollmalen, außerdem alte Waffen und

Humpen, auch eine kleine Galerie von alten Meiſtern; darauf haben ſich meine Ahnen verſtanden. Sie wür⸗ den manches Intereſſante darunter finden. Aber was haben Sie denn?

Ihre Geſchichte iſt wirklich ſehr unterhaltend. Walter bemühte ſich dabei ein Gähnen zu unterdrücken. Er fand ſich über die Maßen gelangweilt.Wie war es denn, Herr Baron? Sie wollten mir ja etwas ganz Anderes erzählen von einem verhängnißvollen Zwiſchen⸗ fall und ſo weiter.

Richtig, ſagte der Baron, indem er unermüd⸗ lich ruderte,Sie bringen mich ins rechte Fahrwaſſer. Ich habe Ihnen ein kleines Bild von meiner Exiſtenz gegeben. Nun denken Sie ſich aber einmal zwei ſol⸗ che Originale, zwei alte Hähne, die ſich das Leben zuſammen lieb und leid machen. Es war nämlich mein Vetter Kaſimir auf Hutzelburg, der mir ſeit einem