Teil eines Werkes 
2. Band (1873) Die neue Hagar / von Julius Grosse
Entstehung
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hing nur vom Zufall ab, die Schwüle dieſes neuen aufſteigenden Gewitters zuſammenzuballen und zu ent⸗ laden.

Und der Zufall kam, wenn man nicht in ihm die natürliche Folge innerer Nothwendigkeit ſehen will.

Schon ſeit einigen Tagen betrachtete Carlman den Kleinen aufmerkſamer als ſonſt, wenn überhaupt noch eine Steigerung ſeiner Sorglichkeit gedacht werden könnte.

Er war auch des Morgens dageblieben, um den Kleinen im Bade zu ſehen.

„Ich weiß nicht, wie es mir vorkommt“, ſagte er, „mir ſcheint, das Kind magert ab.“

„Ach Gott“, ſagte Erna,„was die Männer ſich einbilden, das glauben ſie auch zu ſehen!“

„Das ſieht doch das blödeſte Auge, der Junge will nicht recht zunehmen.“

„Das verſtehſt Du nicht, mein Herr und Gemahl“, ſagte Erna halb ſcherzend.„Das Kind bekommt Alles, was es bekommen muß, und iſt kerngeſund.“

„Mag ſein, aber der Ausdruck im Auge will mir gar nicht gefallen, manchmal blickt es ſo kläglich auf und ſo jämmerlich, daß es nicht zum Anſehen iſt. Ja, ja, die wahre Mutter fehlt, die wahre Mutter, und die läßt ſich durch keine Pflege erſetzen!“