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Es mochte das ſchönſte, ſonnigſte Wetter ſein, er
blieb zu Hauſe, es mochten die dringlichſten Dienſt⸗ angelegenheiten rufen, er wußte ſich frei zu machen, es mochten ſeine Freunde das Haus ſtürmen, um ihn in Geſellſchaft zu ziehen, er wußte immer einen Vor⸗ wand zu finden, ſie zu entfernen. Er blieb zu Hauſe, wenigſtens an den Nachmittagen, wenn Philomena kam.
Für ſie hatte Carlman zahlloſe Aufmerkſamkeiten und Rückſichten. Daß für Wein, Obſt und Süßig⸗ keiten geſorgt war, verſteht ſich von ſelbſt, aber Carl⸗ man begann an ſolchen Tagen auch wieder ſeine mu⸗ ſikaliſchen Uebungen und Philomena mußte ihm alte Volkslieder ſingen. Hatte ſie keine Luſt dazu, ſo wußte er ſie in ein eingehendes Geſpräch zu verwickeln über die Heimat und die Stadt, über ihre neue Stellung und ihr Kind. Er ſprach ſo ausſchließlich mit ihr, als wenn Erna gar nicht vorhanden wäre, die in der Regel ſchweigend daneben ſaß und auch keinen Verſuch machte, ſich in das Geſpräch zu miſchen.
Es war eine wunderliche Spannung zwiſchen den dreien.
Man konnte nicht eigentlich ſagen, daß ein offener Gegenſatz vorhanden war. Die beiden Schweſtern be⸗ handelten einander mit aller Liebe und Zärtlichkeit wie
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