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nen Arm genommen. Er drückte es an ſich und herzte es. Dann gab er es ſeiner Frau, die es haſtig nahm und küßte.
Philomena ſtand bereits auf der Schwelle der Thür. Plötzlich legte Erna das Kind nieder und eilte zu Philomena.
„Philomena, ich laſſe Dich nicht, ich kann Dich nicht laſſen. Warum denn die Dinge zum Bruch trei⸗ ben? Ich bin ſchuld daran, ich weiß es; aber Du haſt meine Worte zu hart genommen. Noch einmal bitte ich Dich, vergiß Alles, was ich geſagt habe, es war ja nicht ſo böſe gemeint. Wir können ja ruhig neben einander leben. Warum denn nicht? Ein halbes Jahr vergeht ſo ſchnell, und dann wächſt der Kleine von ſelbſt heran Sei gut, Philomena, ſei gut mit mir, ich war von Sinnen, daß ich Dich beleidigen konnte. Ich will nichts geſagt haben, gar nichts, nur bleibe bei uns, Schweſter, bleibe bei uns.“
„Nein“, erwiderte Philomena entſchieden.„Sol⸗ chen Auftritt möchte ich niemals wieder erleben. Es iſt beſſer, ich gehe, macht mich nicht irre in meinem Thun, ich muß fort, ich weiß am beſten, warum. Es iſt Alles vorausbeſtimmt auf Erden, und wie es gekommen iſt,
ſo mußte es kommen. Lebt wohl!“
Mit dieſen Worten war ſie ſchon zur Thür hinaus.


