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„Wann?“ ſagte Carlmann.„So ſchnell geht das nicht, mein Schatz. Du mußt Dir das nicht ſo leicht vorſtellen. Nuulich, als ich anpochte beim Buchbinder und ſo im Allgemeinen und halb im Scherz ein Wort davon fallen ließ, da ſchüttelte er den Kopf und zog die Stirne kraus. Närriſcher Kerl, ſagte ich, es ſoll Euer Schade nicht ſein, bei uns kann Euer Junge etwas lernen und kann etwas Rechtes aus ihm werden. Sie⸗ ben Kinder und keine Mutter— es iſt ja Eure Pflicht, von ſolchem Reichthum etwas herzugeben und Euch ſelbſt die Laſt etwas leichter zu machen. Aber das war Alles in den Wind geredet. Nein, Herr Inſpee⸗ tor, ſagte er, und wenn ich zehn Kinder hätte, gäb' ich keins her, lieber heirathe ich noch einmal, wenn das Dutzend auch voll wird.“
„Ich habe es mir wohl gedacht“, flüſterte Frau Erna.
„Nun meinte ich“, fuhr ihr Gatte fort,„wenn Du ein gutes Wort einlegen wollteſt, damit er doch ſieht, daß es unſer beiderſeitiger Wunſch und Wille iſt.“
„Ich ſelbſt?“ ſagte Frau Erna und fand keine rechte Antwort auf dieſen Vorſchlag.„Nnn, davon läßt ſich wohl ſpäter reden“, ſagte ſie dann raſch,„geh nur jetzt, damit Du zu Tiſche wieder zurück biſt.“


