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Der Mann mit der Wildſchur war diesmal allein in die Kirche gegangen, ſeine Frau hatte zu Hauſe in der Bibel geleſen, denn ſie war zart und empfindlich gegen die Kälte der Kirchen.
Jetzt war Carlman zurückgekommen, aber er ſtand noch am Fenſter und behielt die Schirmmütze auf dem Kopfe.
Auf einmal ſagte er, nachdem er einige Aepfel aus einem Körbchen in die Taſchen der Wildſchur ge⸗ ſchoben hatte:
„Behüt' Dich Gott, Erna, bis zur S bin ich wieder da.“
Die Frau, eine ſchlanke Brünette, nicht mehr jugend⸗ lich, aber auch ohne Spur des Aeltlichen, wandte ſich zu ihm; ſie war hin und her gegangen, eine Zeit lang in der Küche geblieben und jetzt wieder hereingekommen. Es war eine feine, graziöſe Geſtalt, in ihren klugen, nachdenklichen Augen lag eine Fülle von Liebe und zugleich ein Ausdruck von Trauer. Und ſo weich dieſe ſammtenen Wangen, ſo ſinnig dieſe ſchöne Stirn mit den ſtarken Augenbrauen und dem reichen Haar, ſo viel Entſchiedenheit verrieth die energiſche Bildung des Kinns und Mundes.
Ihre feine Hand berührte jetzt die Schulter des
Mannes. 1*


