praſſelnde Feuer im Ofen klingt wie geheimnißvolle Muſik der Erinnerung an den Sommer und an die Jugend. Doppelt glücklich aber, wer dann nicht allein hauſt in einſamer Junggeſellenwohnung bei fremden Leuten, ſondern lachende Kinderköpfchen auf ſeinen Knieen ſchaukelt, lachende Kinderaugen blitzen ſieht an ſeinem Tiſche.
Unfern des Bahnhofs im Süden der Stadt, in einem beſcheidenen Hauſe am Angergartenplatz ſteht ein Mann, das Geſicht faſt dicht an die Scheiben gepreßt, und ſchaut nachdenklich hinaus in die beſchneite Land⸗ ſchaft. Er iſt ſo eben erſt gekommen oder will ſofort wieder gehen; eine große Wildſchur nmhüllt die breiten Schul⸗ tern und eine Schirmmütze beſchattet das verwitterte, farbloſe Geſicht mit den großen, ſchwermüthigen Augen, die allein einen weichen, faſt kindlichen Ausdruck haben in den harten, wetterfeſten Zügen mit dem buſchigen ſchwarzen Bart, der an den Spitzen bereits zu grauen be⸗ ginnt und beſchneit erſcheint wie draußen die Landſchaft
Es iſt die Zeit zwiſchen dem Mittageſſen und dem letzten Glockenläuten, das die Garniſon zur Kirche ruft, die Zeit, wo die„Bürger bei der Stadt“ zum Früh⸗ ſchoppen geben und die Frauen ſich Viſite machen, um ihre Roben zu muſtern und Aufgebote und Hochzeiten, Todesfälle und Kindtaufen zu beſprechen.
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