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Mit Fälſchungen und Mhſtificationen hatte er Fe⸗ dor's glückliche Verbindung zuerſt verhindert, ſolange es möglich war, dann zerſtört. Mit einer Fälſchung hatte er die reiche Braut für ſich erobert und ſie zu ſeiner Frau gemacht, um ſich ihres Vermögens zu be⸗ mächtigen. Mit einer neuen Mhſtification hatte er ſich jetzt in den Beſitz einer namhaften Summe geſetzt, aber mit dieſem offenbaren Betrug war der Induſtrieritter für die Juſtiz reif geworden.
Ob es Wahrheit war, was Graziana's Brüder behaupteten und was Graf Fedor beiläufig noch an⸗ gedeutet hatte, daß Anatol eine alte Vendetta auszu⸗ führen habe, weil ſeine Mutter dereinſt von einem Subowjeff unglücklich gemacht worden ſei, ſodaß er — Anatol— geſchworen, Graziana zu ſeinem Opfer zu machen und die ganze Familie ins Elend zu ſtür⸗ zen, das iſt niemals ganz aufgeklärt worden; ſeinem Charakter aber wäre es gemäß geweſen.
Es verging beinahe eine Woche und ſchon beſorgte ich, daß meine Vorausſetzung ein Irrthum oder daß der Fuchs dennoch wieder entkommen ſei. Da erhielt ich ein Telegramm vom Grafen Fedor folgenden In⸗ halts:
„Anatol K. iſt todt. Sein Geſchick hat ihn ereilt. Haben Sie Dank, daß Sie ſeinen Rächer hierher ſandten.


