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Nun geſchah etwas ganz Unerhörtes und Unglaub⸗ liches. Wenn ich es nicht ſelbſt erlebt hätte, würde ich es für eine ſchlechte Erfindung halten.
Eines ſchönen Tages wird beim ruſſiſchen Geſand⸗ ten in Brüſſel ein Brief abgegeben, worin Folgendes ſteht:
„Mein Herr! Ich glaube dem Kaiſer von Rußland, meinem allergnädigſten Herrn, einen Dienſt zu erweiſen, wenn ich mittheile, daß ein Attentat gegen ihn im Werke iſt, und zwar ſoll es in D. zur Ausführung kom⸗ men, ſobald der Kaiſer von dem ſüddeutſchen Bade dorthin reiſen wird. Damit Sie die Wahrheit meiner Angabe prüfen können, ſo füge ich weiter bei, daß ich
bereit bin, mich Ihnen perſönlich vorzuſtellen und
Ihnen die genaueſten Details über das Haus, wo jenes Verbrechen vorbereitet wird, und die ſämmtlichen Complicen der Verſchwörung zu geben. Als Gegenlei⸗ ſtung jedoch muß ich vierzigtauſend Francs im voraus ſtipuliren. Ihrer Befehle gewärtig unterthänigſt San⸗ dor Uglitſch.“ Und dabei der Name eines Brüſſeler Hotels.
Bemerken Sie wohl, daß mein Name, mein ehr⸗ licher Name unter jene Denuncation geſetzt worden war, und Sie errathen vielleicht jetzt ſchon, von wem der Streich ausging.
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