206
lichen Schutz, und ſo war ich gewungen, dort zu blei⸗ ben, während für meine Aquarelle der eigentliche Markt in London war. Nun ereignete es ſich, daß meine Schweſter die Bekanntſchaft einer ſchönen und reichen Ruſſin machte, ich glaube, ſie hieß Graziana; ihren Vaternamen habe ich niemals erfahren; aber was haſt Du, biſt Du unwohl geworden?“
Er hatte nämlich kaum den Namen Graziana ge⸗ nannt, als ich, wie elektriſch berührt, vom Stuhle aufſprang und meine Ueberraſchung kaum verbergen konnte. Es war mir, als wenn ich hier noch einen Nachtrag zur Geſchichte des Grafen Fedor hören würde.
„Das iſt ſonderbar, höchſt ſonderbar; aber bitte, erzähle weiter, ich bin geſpannt darauf, was ich hören werde!“
„Jene Dame“, fuhr Sandor fort,„nahm ſich mei⸗ ner Schweſter mit einem Edelmuth, einer Großherzig⸗ keit an, die mich von meinem Ruſſenhaß hätte heilen können, wenn ich nicht einen heiligen Schwur gethan hätte in früher Jugend. Anfangs war mir auch dies Verhältniß zu der Ruſſin verhaßt und ich grollte ihr, daß ſie von dieſer Feindin unſeres Volkes Unter⸗ ſtützungen annahm, ja daß ſie ihre Freundin wurde; aber dieſer Groll dauerte nur ſo lange, bis ich ſie einſtens im untern Saale des Louvre vor der Venus von
Me
die jide jieh niß
der
ſch
hir


