Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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Ein Ruſſe! rief SandorGott Lob, daß Du mich nicht einludeſt, näher zu treten. Es hätte Streit zwiſchen uns gegeben. Einen Einzigen ausgenommen, haſſe ich dieſe ganze Nation, die an meinem Unglück ſchuld iſt, ſammt ihrem großmächtigen Kaiſer, vor dem ich nun endlich hoffentlich Ruhe haben werde!

Oho, welchen Span haſt Du denn mit dem Kaiſer von Rußland?

Das iſt eine wunderbare Hiſtorie, ſagte er,die mir jetzt noch ein dunkles Räthſel iſt. Er mag Deutſchland oder Frankreich beſuchen, ſtets werde ich auf eine tolle Weiſe in die Ereigniſſe verwickelt, die ihn betveffen. Das erſte Mal vor zwei Jahren in Paris und jetzt abermals in Deutſchland; man möchte an einen tückiſchen Dämon glauben, der die Dinge ſtets ſo fügt, daß ich gegen meinen Willen in Affairen hineingezogen werde, die mich gar nichts angehen. Alſo vernimm, wie es mir gegangen iſt!

Du weißt, ich war vor drei Jahren nach Paris gegangen, eigentlich mehr meiner Schweſter halber, die im Louvre copirte und recht hübſche Fortſchritte machte. Ihre Copien waren bereits geſucht und wurden nicht ſchlecht bezahlt. Ich ſah, daß ſie längſt Meiſterin war und von mir nichts mehr lernen konnte. Gleich⸗ wohl brauchte ſie für ihr Leben in Paris einen männ⸗