Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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einige kleine Fläſchchen hervorhier iſt Morphium für den Schlaf, ich brauche von dieſem Mittelchen ſehr viel; und hier iſt etwas Beſſeres für den andern Schlaf, den man den Bruder des erſtern nennt. Es iſt Cyankali, ſetzte er hinzu, indem er das Flacon wieder zu ſich ſteckte.

Ich erinnere mich nicht mehr, ob und was ich auf dieſe Tollheiten erwiderte; aber kurz darauf er klang abermals die Hausglocke. Zuerſt hatte ich keine Neigung, zu öffnen und uns abermals ſtören zu laſſen, denn es waren immer noch einige Fragen zu erledigen, aber es klingelte heftiger und die Magd ſchien nicht anweſend zu ſein.

Bitte, ſehen Sie doch nach, was es gibt, ſagte der Graf,Sie ſollen meinetwegen nicht um eine Nach⸗ richt oder einen Beſuch verkürzt werden.

Ich ging und öffnete. Es war ein Bote vom Telegraphenamt. Zuerſt betroffen, erſchrak ich noch mehr, als der Bote nach dem Grafen Fedor fragte, denn an ihn ſei das Telegramm gerichtet. Wie immer, hatte er bei ſeiner Ausfahrt zu Hauſe hinter⸗ laſſen, wo er zu finden ſei.

Graf Fedor wurde blaß, als ich ihm den Boten brachte; ſeine Hand zitterte, als er die Empfangsbe⸗ ſcheinigung unterzeichnete. Dann zauderte er einen