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„Ah, Sie meinen, ich wolle auf dieſe Art Rache üben; aber ich bitte Sie, an wem? Der Vater iſt todt. Anatol abenteuert irgendwo in der Welt herum. Todt⸗ ſchlagen kann ich ihn nicht, obgleich dies die einzige
Löſung wäre, um Graziana frei zu machen und mich
meinem Ziel näher zu bringen. Wie die Dinge jetzt liegen, ſiecht ſie dahin, ebenſo wie ich. Von einer Re⸗ vanche alſo kann nach keiner Seite hin die Rede ſein. Nein, ich will die Erzählung für mich allein haben! Dieſe Dinge quälen mich, und wenn ich ihnen erliegen ſollte, früher oder ſpäter— es iſt ja Jedem zugemeſ⸗ ſen, wie viel er ertragen kann und wo ſeine Kraft endet— dann ſoll man wenigſtens wiſſen, woran ich zu Grunde gegangen bin. Bis zu meinem Tode mag die Erzählung Manuſcript bleiben.“
Bis zum Tode— mir wollte dieſe hoffnungsloſe und verzweifelte Auffaſſung nicht zu Sinne.
„Sie ſehen zu ſchwarz, Herr Graf“, ſagte ich; „mir iſt es, als würden Sie noch einen glücklichen Ausgang erleben.“
„Dann müßte es bald kommen“, ſagte der Graf, „denn lange kann dieſer unerträgliche Zuſtand nicht mehr dauern. Und das ſchwöre ich Ihnen: Wenn, was Gott verhüten möge, Graziana ſtirbt, ſo ſind meine Tage gezählt. Sehen Sie“— und er zog
ein


