Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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licher Verſtimmung zur Pertisau zurück, wo ſich auch einige Aerzte aufhielten, und erſt, als ſich hier ergab⸗ daß keine meiner Verletzungen gefährlich, kehrte die alte Heiterkeit wieder; beſonders war heute Herr von Mar⸗ der von wahrhaft rührender Herzlichkeit und Theilnahme. Während in den Lauben des Gartens das Abendeſſen eingenommen wurde, nahm mich Herr von Marder im Hausflur beiſeite und ſagte:

Ich gratulire, verehrter Freund. Heute ſcheinen Sie Ihr Ziel erreicht zu haben, und ich freue mich, daß ein tückiſcher Zufall oder auch eine mögliche Bos⸗ heit Ihnen zum Glück ausgeſchlagen. Wir wollen nicht weiter davon reden und es dabei bewenden laſſen. Bewieſen kann doch nichts werden; aber wenn ich Ihnen einen Rath geben darf, ſo zögern Sie nicht länger und bringen Sie die Sache zum Abſchluß.

Der Rath war nicht nöthig, ich ſelbſt war ſchon entſchloſſen, noch heute um Graziana bei ihrer Mut⸗ ter zu werben und ſie der Geſellſchaft als meine Braut vorzuſtellen. Da ſollte mir ein neuer Zwiſchen⸗ fall in den Weg treten.

Nach Tiſche nämlich wurde im Hauſe geſungen und Zither geſpielt. Plötzlich präſentirte ſich mir ein alter Mann mit grauen Haaren, er ſei ein Wirth aus München und mache mit ſeiner Tochter eine Reiſe