Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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Als ich Anatol darüber zur Rede ſtellte, lachte er und ſagte:

Ich wußte wirklich nicht, daß das Ding noch ge⸗ laden war; übrigens ſchieße den andern Lauf ſelbſt ab, wenn Du Furcht haſt. Das Echo iſt wirklich überwältigend.

Ich nahm die Waffe, ſchoß ab und hielt den leeren Schaft in der blutenden Hand. Das Gewehr war überladen geweſen und in tauſend Stücke zer⸗ ſprungen; auch an der Stirn war ich verwundet. Während Graziana laut aufſchreiend auf mich zuſtürzte, um mich zu verbinden, lachte Anatol höhniſch auf und verließ uns. In zwei Minuten war er wieder unten bei der Geſellſchaft, und ich ſah von oben, daß er mit der Mutter Graziana's, die er ſchon vorher am Arme geführt, auf und ab gehend, ein langes Geſpräch hatte.

Mühſam führten mich inzwiſchen die Damen und Herr von Marder zurück. Graziana, welche blaß wie Schnee geworden, wich ſeitdem nicht mehr von meiner Seite; von dieſem Augenblicke an wußte ich, daß das herrliche Geſchöpf mich liebe, und dieſe beſeligende Em⸗ pfindung drängte alle andern unheimlichen und fin⸗ ſteren Gedanken zurück.

Das Gelage übrigens an der Sennhütte wurde abgekürzt. Paarweis und einzeln zog man in ziem⸗