Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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ger Baumzweig dicht am Kopfe vorbei und nahm meinen Hut mit. Von dieſem Augenblick an verbat ſich Graziana das gefährliche Spiel.

Auch heute war Vetter Anatol ſchneller oben als wir andern. Als der Korb voll Schnee war, zeigte er auf eine glänzende Kante der Lahne, die ſich im ſteilen Winkel einige hundert Fuß bis zu den Damen hinun⸗ ter erſtreckte.

Wer Courage hat, fährt jetzt auf dem Bergſtock dort hinunter, wie es Sennen und Jäger thun!

Wir beide zeigten wenig Luſt zu dem Wagſtück, ich hauptſächlich, weil ich Anatol nicht traute. Wohl oder übel mußte er ſeinen gefährlichen Vorſchlag allein ausführen und kam auch im Moment unten bei den Damen an, während wir langſam herabklettern mußten. Kaum waren wir wieder an der Schlucht beiſammen, um von dort zur Geſellſchaft zurückzukehren, als Ana⸗ tol ſagte:

Was meinen die Herrſchaften, hier muß ein prächtiges Echo ſein, und gleichzeitig zog er ein Piſtol heraus, das zu dem Zwecke mitgenommen war, um die ſchlafende Nymphe zu wecken. Anatol war etwas in die Schlucht hinabgeſtiegen und machte ſich an der Waffe zu ſchaffen. Plötzlich krachte der Schuß und eine Kugel pfiff mir am Kopfe vorbei.