Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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Der Vorſchlag fand allgemeinen Beifall, und ſo⸗ fort waren Vetter Anatol, Herr von Marder und ich unterwegs. Auch Graziana uud die blonde Braut ſchloſſen ſich an. Ueber die Wieſe und die kleine Schlucht, in welche das Schneewaſſer abfloß, waren wir in zehn Minuten; aber jetzt kam die ſteile, nackte Lahne. Eine Strecke lang ließen ſich die Damen hinauf⸗ ziehen, dann aber, am Rand einer neuen Spalte, blieben ſie zurück, während wir weiter zum ewigen Schnee hinaufſtiegen und mit den Bergſtöcken begannen, ein⸗ zelne Stücke der harten Decke abzuſchlagen. Schon damals ahnte ich, daß Vetter Anatol wieder irgend einen Streich im Schilde führte.

Ich muß dabei einſchalten, daß dieſer häßliche Caliban von herculiſcher Stärke war und ſie gern zu zeigen liebte, wie ſchon am Tage zuvor, wo wir im wilden Thal an den Pulvermühlen das ſteile Felsbett eines Gießbachs hinaufgeſtiegen waren. Er war früher oben und begann ſeine Kraft zu entfalten, in⸗ dem er Holzſcheite, Felsſtücke und Baumzeige in hohem Bogen herabſchleuderte. So glich er, wie er daſtand, in ſeinen kecken, kraftvollen Bewegungen leibhaft dem Cyhklopen Polyphem, und ich konnte mich nicht enthalten, ihm den Homeriſchen Vers vomNiemand hinaufzu⸗ rufen. Im ſelben Moment aber flog mir ein mächti⸗