Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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Eins allerdings ſtörte manchmal unſere Plauder⸗ tunden, und dies war jener verhängnißvolle Vetter Anatol Korſakoff.

Eigentlich war ich dieſem Patron Dank ſchuldig denn von ihm war ich in die Familie eingeführt worden. Ich muß gleich hier ausführlicher von dem Menſchen reden, deſſen Hand ſo drohend in mein Leben eingrei⸗ fen ſollte. Urſprünglich waren wir ſchon vor Jahren zuſammen in einem Convict geweſen, er um einige Jahre älter als ich und mir um zwei Klaſſen voraus. Dieſe Ueberlegenheit that damals ihre Wirkung, und ich hing an ihm wie an einem älteren Bruder.

Als wir uns ſpäter im Leben wiederfanden, ich als Offizier, er als Attaché irgend einer Geſandtſchaft, hatte er ſchon weniger anziehende Eigenſchaften ent⸗ wickelt. Daß er damals Eſſig trank, um ſich eine in⸗ tereſſante Bläſſe anzukränkeln, alle Tage ein Stück im Converſationslexikon ſtudirte, um dann die Unterhal⸗ tung darauf zu bringen und dieſe zu beherrſchen, mochte ihm als Lächerlichkeit hingehen, aber er hatte damals ſchon ſein Vermögen durchgebracht und lebte von kleinen und großen Schwindeleien. Auch ſeine urſprüngliche Häßlichkeit war zu ihren Mannesjahren gekonmen, und zwar nicht gerade zu ſeinem Schaden.

Vetter Anatol gehörte zu den ſtarkknochigen, ſpitz⸗