Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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Griechen hatte und ein höchſt moderner Menſch war. In ſeinen Mußeſtunden las er ſchlechte franzöſiſche Romane, und die Geſchichte Katharina's der Zweiten wie der ſchönen Iſabella von Spanien kam nicht von ſeinem Tiſche. Ferner waren einige Engländerinnen vorhanden mit rothen Blouſen und bleichen Geſichtern; außerdem mehrere Profeſſoren aus Prag und Inns⸗ bruck, liebenswürdige, geiſtvolle Leute, welche ſich all⸗ jährlich hier treffen und mit ihren anmuthigen Damen die Seele der wechſelnden Geſellſchaft bilden.

Meine Aufmerkſamkeit war jedoch vom erſten Tage an einer Familie gewidmet, die ebenfalls aus Rußland ſtammte.

Es war die Frau Generalin Subowjeff nebſt Toch⸗ ter und einem Vetter, Namens Anatol Korſakoff. Der General ſelbſt befand ſich zur Zeit in Homburg. Ich kannte ihn von meiner Dienſtzeit her nur flüchtig, deſto beſſer aber ſeinem Rufe nach, denn er galt als ein alter Rous, hitzig, lebensluſtig, vernarrt in ſeine Tochter Graziana und im übrigen von leidenſchaftlicher

Natur, die keinen Widerſpruch vertragen konnte. Bei

der Armee war er wenig beliebt geweſen, ſo freigebig er ſonſt auch mit ſeinem ungeheuren Vermögen wirth⸗

ſchaftete. Der General ſelbſt war mir, wie nicht