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„Von Ihren Bedingungen kann in keiner Weiſe die Rede ſein. Intereſſirt mich Ihre Geſchichte als Stoff, ſo gehört dieſer Stoff mir, und eines Tages werden Sie die Erzählung irgendwo leſen und ſich dann die⸗ ſes Abends erinnern. Ob Sie jedoch Ihre Geſchichte dann unverändert wiedererkennen werden, dafür kann
ich nicht einſtehen, denn ich muß mir meine völlige
Freiheit wahren. Höchſtwahrſcheinlich werden Sie in der Darſtellung Vieles verändert, Manches vertieft, Anderes weggelaſſen oder zuſammengezogen finden. Für ein Kunſtwerk genügt die Natur, wie ſie iſt, nie⸗ mals. In dem Hauſe, in welchem wir uns jetzt be⸗ finden, erkennen Sie auch nicht mehr die einzelnen Bau⸗ ſteine, Balken, Sand und Kalk, kurz, das ganze Roh⸗ material, welches verbaut worden iſt. Die Kunſt hat etwas Neues, Ganzes aus den einzelnen Theilen ge⸗ ſchaffen. So wird auch in der Erzählung der eigent⸗ liche Rohſtoff verſchwinden, um ſich neu und organiſch aufzubauen. Wenn Sie es darauf ankommen laſſen wollen, ſo erzählen Sie mir Ihre Geſchichte. Sollte ich die nothwendigen Qualitäten nicht darin fin⸗ den, ſo müßte ich darauf verzichten und ſtelle Ihnen den Stoff wieder zur Verfügung. Meine volle Frei⸗ heit aber möchte ich mir im voraus wahren!“ „Eigentlich begreife ich nicht“, ſagte Graf Fedor,


