Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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weshalb Sie ſich ſo ängſtlich verclauſuliren. Indeß es ſei, ich bin überzeugt, daß Sie meine Geſchichte ſchrei⸗ ben werden. Für heute iſt es zum Erzählen zu ſpät. Ich werde Sie beſuchen und bitte, mir ſofort eine Stunde zu beſtimmen. Sie könnten zwar auch zu mir kommen, aber wir würden vor Störungen nicht ſicher ſein. Wann treffe ich Sie allein zu Hauſe?

Es wird mir eine Ehre ſein, Sie zu empfangen, ſagte ich;aber wollen wir nicht eine zwangloſere Form vorziehen, vielleicht einen Spaziergang, einen Ausflug in den nächſten Tagen?

Das wird nicht angehen, ſagte der Graf;ich muß vielleicht ſchon übermorgen nach Wiesbaden, ja ich bin nur Ihrethalben länger hier geblieben, als meine Zeit erlaubt es wäre mein dringender Wunſch, wenn es morgen geſchehen könnte.

Vortrefflich; ſagen wir alſo: morgen Nachmittag um zwei Uhr. Ich nehme den Kaffee zwar für ge⸗ wöhnlich außer dem Hauſe, diesmal können wir aber eine Ausnahme machen.

Gut, um zwei Uhr alſo; ich werde pünktlich ſein, erwiderte er.Aber noch einmal, ich will Sie nicht Ihrer Zeit berauben oder Ihnen unnöthige Mühe verurſachen. Rechnen Sie feſt auf jede Entſchä⸗ digung.