„aber ich habe wirklich Ihren Namen nicht recht ver⸗ nommen vorhin.“
„Hier iſt meine Adreſſe, wenn Sie mir gelegentlich die Ehre Ihres Beſuchs ſchenken wollen“, ſagte der Fremde und überreichte mir eine feingeſtochene Karte, welche eine fünfzackige Krone ſchmückte. Ich las den vornehmen Namen einer Familie, welche in der euro⸗ päiſchen Diplomatie von Zeit zu Zeit eine nicht unbe⸗ deutende Rolle geſpielt hat. Ich will den Fremden Graf Fedor nennen. Wie ich nach ſeinem ſcharfen Accent richtig vermuthet hatte, gehörte er dem Adel der deutſch⸗ruſſiſchen Oſtſeeprovinzen an.
Es trat eine momentane Pauſe ein, denn nach dieſer Einleitung glaubte ich ein weiteres Anliegen erwarten zu dürfen.
„Wollen Sie nicht eine Cigarette?“ ſagte Graf Fedor und öffnete eine ſilberne Doſe;„echt türkiſche Latakia, ſelbſt aus dem Orient mitgebracht.— Ich ſuche nämlich ſchon lange einen Schriftſteller und glaube den rechten in Ihnen gefunden zu haben.“
Dieſer Anfang erregte meine Spannung.
„Ich möchte nämlich,“ fuhr er fort,„Sie könnten ſich entſchließen, für mich beſonders eine Novelle zu
ſchreiben. Sie können mir für Ihre Bemühungen
und Ihren Zeitaufwand Bedingungen ſtellen, wie Sie
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