Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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ſind, die im vorigen Monat in derSüddeutſchen Preſſe ſtand? Und er nannte dabei den Titel einer Erzählung, welche in der That in der angegebenen Zeitung erſchienen war.

Allerdings antwortete ich und erwartete nähere Erkundigung nach dem Factum etwa, welches jener Arbeit zu Grunde gelegen habe. In der Regel inter⸗ eſſirt ja die Mehrzahl der Leſer weit mehr die Frage der Realität einer Geſchichte und ihrer Thatſachen als das künſtleriſche Problem oder die Form der Dar⸗ ſtellung. Auch in dieſer Vorausſetzung ſollte ich ent⸗ täuſcht werden.

Endlich alſo habe ich meinen Mann gefunden! ſagte der Fremde und reichte mir über den Tiſch hin ſeine Hand, indem er mehrere und offenbar übertrie⸗ bene Lobſprüche über jene Erzählung hinzufügte, Lob⸗ ſprüche, die ziemlich leicht zu erlangen ſind, wenn man

es wagt, ein pſychologiſches und ſinnliches Problem in

ſeiner ganzen Unverhülltheit darzuſtellen.

Ich will Ihnen offen geſtehen, fuhr er fort, daß ich mir ſchon ſeit einigen Tagen Mühe gab, Sie aufzufinden und kennen zu lernen, und zwar in ſo zwangloſer Form, als es nur hier geſchehen konnte.

Sehr ſchmeichelhaft für mich, erwiderte ich,