Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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Ich habe dieſen Thpus eines um ein vielgebrauch⸗ tes Gleichniß zu wiederholen vom Blitz getroffenen Baumes ſonſt nur bei Solchen gefunden, welche, in politiſche Umtriebe verwickelt, kürzere oder längere Zeit ihrer Freiheit beraubt geweſen waren. Silvio Pellico's bekanntes Portrait, wie es in der Geſammt⸗ ausgabe ſeiner Schriften zu finden iſt, trägt denſelben Ausdruck.

Um ein Wort von dem Aeußeren des Fremden zu ſagen, ſo war daſſelbe, obwohl elegant und gewählt, doch darin charakteriſtiſch, daß es jede Spur von Weiß vermied. Daß ſein linker Arm ſteif und faſt unbe⸗ weglich war, bemerkte ich am erſten Abend nicht.

Unter allerlei heiteren und anregenden Geſprächen war es ziemlich ſpät geworden; die Mehrzahl der Gäſte hatte ſich entfernt, und auch unſer Tiſch wurde leerer. Wir rückten jetzt zuſammen, und zufällig kam ich neben jenen Fremden.

Kaum ſaß er neben mir, ſo wandte er ſich, wie aus tiefem Schlaf erwachend, zu mir, und nach⸗ dem er mich eine Weile forſchend betrachtet hatte, ſagte er:

Es iſt mir außerordentlich angenehm, mein Herr, daß ich Gelegenheit habe, Sie näher kennen zu lernen. Wir können jetzt ungeſtört plaudern, und ich möchte