Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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Am Nachmittag kam Frau Coraly mit dem alten Herrn von Thymian angefahren.

Lange hielten ſich Vater und Tochter umſchlungen, und ich ſah mit Freude, daß mit dieſer ſchönen Stunde auch die Geneſung des alten Herrn aus Geiſtesver⸗

wirrung und grillenhafter Schwermuth ſo gut wie ge

ſichert war.

Begieriger noch war ich darauf, wie ſich die Sache zwiſchen Coraly und Alban entwickeln werde, deſſen Mißtrauen, wie ich richtig geahnt hatte, in demſelben Moment erwacht war, als die Gäſte vor dem Schloſſe anlangten. Seitdem war Alban unſichtbar geworden.

Nicht ganz ohne Sorge, beſchloß ich, Coraly auf die Anweſenheit ihres Gatten vorzubereiten, und ſuchte Gelegenheit herbeizuführen, ſie allein zu ſprechen. Glück⸗ licherweiſe fand ſich dieſe in jenem Laubengange früher, als ich gehofft hatte.

Die ſchöne kluge Frau freute ſich innig, daß Gretchen und ich nun auf immer verbunden waren, und drückte mir ihre Glückwünſchs in der wärmſten und herzlichſten Weiſe aus. k.

Theure Freundin, ſagte ich,ich Rehme Ihre Theilnahme mit reinſter Freude an; trotzdem bleiben mir noch einige offene Fragen. Sie ſah mich über⸗ raſcht und mit faſt ſchalkhaftem Ausdruck an. Wozu