Teil eines Werkes 
1. Bd. (1871)
Entstehung
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das Glück ſo ſcheffelweis, ſo hageldicht kommt, was liegt dann an einem zertretenem Herzen! Verſtehen Sie mich immer noch nicht, ſo muß ich wohl deutlicher ſein. Zuvörderſt aber empfangen Sie meine herzlichſten und reſpektvollſten Glückwünſche. Sie ſegeln auf hohem Meer, Sie haben alle hohen Ziele erreichbar vor ſich, Sie ſind reich geworden, Ehre und Ruhm kommt da⸗ zu, wie das Glück ja immer von gabenreichen Göt⸗ tinnen begleitet iſt. Sie verdienen es ohne Zweifel, aber um welchen Preis Sie Alles erreichen, das iſt empörend! Nun auch dazu gratulire ich oder condo⸗ lire ich, wie Sie wollen; ich hätte es wirklich nicht ge⸗ glaubt, wenn ich es nicht ſelbſt geſehen hätte!

Ich hatte mich inzwiſchen ruhig niedergeſetzt, um die Erklärung anzuhören, aber was hilft Geduld bei Unverſtändlichen!Liebſte Freundin, ſagte ich,wenn ich antworten ſoll, ſo reden Sie zuerſt deutſch, aber nicht in Zungen, die ich abſolut nicht verſtehen kann. Was für einen Preis meinen Sie, der Sie em⸗ pört?

Wenn man öffentlich verfährt, wozu leugnen, warf ſie verächtlich hin.Wann ſoll denn die Ver⸗ mählung ſein?

Machen Sie mich nicht wahnſinnig! rief ich.

Vermählung mit wem?

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