Teil eines Werkes 
1. Bd. (1871)
Entstehung
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meine Nachbarin wußte immer neue Themen auf das Tapet zu bringen; ſie ſprach von der Vorſehung, die manchmal wunderliche Wege gehe, um ihre Abſichten durchzuführen und Erfüllungen zu bringen, auf die man niemals mehr gehofft habe wie lebhaft mußte ich dabei an mein theures Gretchen denken! ſie ſprach ferner auch von frommen Werken und der innern Heiligung, endlich kamen auch die Geiſtererſcheinungen an die Reihe und zwar mit Bezug auf Schubert und Juſtinus Kerner, zu guter Letzt aber das bekannte Ka⸗ pitel vom Lebensglück mit vielen gut und übel ange⸗ brachten Citaten aus Jean Paul, Zſchokke und Gvethe, der beſonders mit ſeinen Bekenntniſſen einer ſchönen Seele vertreten war. Von Dichtern, für die ſie ſchwärme, erwähnte ſie noch die Gräfin Hahn⸗Hahn und Freifrau von Droſte, ſowie Philipp Nathuſius, während ihr die modernen und modernſten, unter andern Herwegh und Hoffmann von Fallersleben, ein Greuel ſeien.

Fräulein Cöleſtine von Spatenkamp war trotz ihres bauſchigen Coſtüms von gelb und grau eigentlich nicht häßlich zu nennen, ſie hatte bemerkenswerthe charakteriſtiſche Züge, die nur auf das Auge des Idea⸗ liſten warteten, um aus Mängeln in ebenſo viel Reize verwandelt zu werden. Ihr vorliegendes Auge mit