Teil eines Werkes 
1. Bd. (1871)
Entstehung
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es mir einen Genuß eigener Art, ſie in die Schätze unſerer Literatur und Kunſt einzuführen, kurz ich hatte wohl ein Recht, mich gleichſam für den zweiten Vater

dieſes hochbegabten und reizenden Geſchöpfes anzu⸗

ſehen.

Seit einem halben Jahre war ſie plötzlich ernſter und gemeſſener geworden. All ihre Ausgelaſſenheit und tolle Laune war einer nachdenklichen und träume⸗ riſchen Sammlung gewichen.

Und dieſe Verwandlung ſollte ein Salbenkrämer hervorgebracht haben, wie ſich dieſer Herr Sommer⸗ vogel wirklich einbildete? Nimmermehr! Zwar wenn er dennoch Recht hätte, daß er Eindruck auf dies junge unerfahrene Herz gemacht habe, was durfte ich dagegen einwenden? Die jungen Mädchen ſind oft wunder⸗ lich in ihrem Geſchmack, und, wie ſchon geſagt, äußer⸗ lich war an Herrn Sommervogel durchaus nichts aus⸗ zuſetzen. Er gehörte zu den gut ſituirten jungen Bürgern und beſaß alle Qualitäten, die in der Regel, wenigſtens bei den Frauen, als vollgültige Anweiſungen auf das Glück gelten.

Glück ich weiß nicht, wie es kam, daß ich vollſtändig vergaß, was ich mir vor kaum einer halben Stunde vorgenommen hatte, in das Conſervatorium und dann in das Muſeum zu gehen, wie ich es ſonſt