Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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Anmuth und Schoͤnheit durch ſolche Tugend unzer⸗ ſtörbare Reize gewann. Er ſagte daher oft zu ihr:

Weiß ich doch, trotz meiner Wiſſenſchaft, es nicht zu ergruͤnden, wie es kommt, daß ich Dichewig jung finde, daß ich keine Zerſtörungen der Zeit an Dir finde, daß Du in einer ſo reichen Natur immer der Punkt bleibſt, wo die groͤßte Anziehungskraft mich feſſelt.

Und Baucis fuͤhlte, daß er wahr rede. Seine Gluthen erkalteten nicht. Sein Herz war immer voll Zaͤrtlichkeit gegen ſie. Sie mußten ſich immer lieben durch eine moraliſche Nothwendigkeit. Sie wußten es nicht, wie es kam, daß ſie immer gluͤcklich waren, während ſo viele Ehen in ihrer Umgebung immer un⸗ gluͤcklich waren.

Woher kommt dies, Philemon? fragte Baucis laͤchelnd,wir ſind doch nicht vollkommener als andere Menſchen.

Es kommt daher, antwortete Philemon,daß wir frei ſind darin, daß wir Nichts von einan⸗ der zu fordern, ſondern nur zu geben haben, und daß wir immer die Seligkeit des Empfangens empfinden, ohne jemals den bitteren Schmerz der Verweigerung zu fuͤhlen.

Und ſo waren ſie in dieſem Denken und Fuͤhlen unbeſchreiblich gluͤcklich.

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