Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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welches ſie ihm vielleicht nicht mehr gewaͤhren konnte doch ſeine Seele ihr ganz und gar eigen waͤre denn, da er frei und durch kein Verſprechen gebunden war, warum riß er ſich nicht los von ihr, warum verließ er ſie nicht, warum folgte ſein Herz nicht ſei⸗ nen Sinnen?! Er konnte ja willkuͤrlich ein Band zer⸗ reißen, welches ſcheinbar ſo leicht geſchuͤrzt war, ſich von einer Laſt befreien, welche ihm das Leben erſchwerte und ihm mancherlei Freiheitsbeſchränkungen auferlegte. Ihre Seele lernte durch dieſe Betrachtungen fruhzeitig den Unterſchied zwiſchen Geſchlechtstreue und Her⸗ zenstreue, ein Unterſchied, welcher den Ehefrauen, die Beides verwechſeln, meiſt erſt dann begreiflich wird, wenn ſie durch Rache und Bosheit uͤber die ver⸗ letzte erſte das koſtbarſte Gut, die zweite, entweder in Gefahr geſetzt zu verlieren, oder verloren haben. Die Herzenstreue war ihr ein Heiligthum, um es ſich zu bewahren, niemals dem Manne ihres Herzens die furchtbare Wahl zu laſſen, entweder mit der Re⸗ ſignation eines indiſchen Fakirs das Fleiſch abzutödten und die Ehe als das Grab ſeiner Begierden zu be⸗ trachten, oder ſich von dem Herzen wie von dem Leibe eines geliebten Weibes zu trennen, entweder ein ganzes Leben lang in einem Kampfe mit ſeinen Sin⸗ nen zu leben, welcher gerade den edelſten, begabteſten und vollkommenſten Naturen ſchrecklich werden muß, oder ſein Herz zu toͤdten, um ſeine Sinne zu be⸗ freien! um nicht den Mann, den ſie ſo ſehr liebte,