Gebaͤrhaus aufgenommen. Sobald ſie daraus ent⸗ laſſen worden, unterrichtet man ſie in den Mitteln, der Wiederholung eines ſolchen Unfalls vorzubeugen. Helene faͤngt an zu uͤberlegen. Man hat ihr von einem ehrlichen Lebenswandel geſprochen, man hat ihr gerathen, einen Dienſt zu ſuchen. Es erwacht in dem Kinde Scham⸗ und Ehrgefuͤhl. Sie iſt ſich ſelbſt eine Mutter, ſie macht ſich Vorwuͤrfe und beſchließt ehrlich zu werden. Zu dem Ende wendet ſie ſich an eine Hoͤkerin, welche Dienſtboten vermiethet. Man fordert ihr einen Gulden ab, den ſie nicht beſitzt. Gut denn— um dieſen Gulden zu erwerben, geht ſie noch ein Mal den gewohnten Weg. Endlich weiſt man ihr— die man in keinem ordentlichen Hauſe weil ſie weder Zeugniſſe noch ſonſtige Ausweiſe beſit — eine Frau zu, welche ſie unter ſehr 2 in ihre Dienſte nimmt. Wer iſt e Frau, wovon lebt ſie? Sie erhaͤlt Beſuche von Herren, welche in Fiakern gefahren kommen, mit welchen ſie ſich einſchließt. Helene hat Sfehrus
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genug, um dieſes Gewerbe zu begreifen. Indeſſen fuͤgt ſie ſich in ihr Schickſal. Was kuͤmmert ſie der Lebenswandel ihrer Frau— ſie kann ihr dienen und
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ehrlich bleiben. Aber ſie wird bald von den e galanten Gaͤſten bemerkt, man ſtellt ihr natuͤrlich nach, beſc uberredet ſie. Man verſpottet ihre anfaͤngliche Spro— digkeit— und ihre Frau, eine gefaͤhrliche Rivalin vor
ſich ſehend, jagt ſie aus dem Hauſe. Aehnliche Er⸗
4 ſchenkt,


