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herr wuͤrde daran glauben, keine Arbeiterin ſie unver⸗ hoͤhnt laſſen. Man wuͤrde ſie haſſen, verfolgen, ver⸗ ſpotten, ſie, welche beſſer ſein wollte als die Uebrigen. Einem gemeinſamen Looſe verfallen, haben dieſe Un⸗ gluͤcklichen eine gemeinſame Lebensregel, von welcher ſich Keine ungeſtraft ausſchließen darf. Es giebt nur einen Ehrgeiz, der unter dieſen Maͤdchen erlaubt iſt, der Ehrgeiz beſſer zu gefallen als die Uebrigen und fuͤr ihre kaufliche Gunſt beſſer belohnt zu werden.
Helene waͤchſt heran unter dieſen Beiſpielen. Sie hoͤrt Nichts als unflaͤthige Reden, welche ſie nicht ver⸗ ſteht, welche man ihr aber ſehr liebreich erklaͤrt. Kna⸗ ben und Maͤdchen unterrichten einander in dem Ge⸗ werbe der Wolluſt. Helene wird zwoͤlf Jahre alt und betrachtet alle dieſe Dinge als ſehr natuͤrlich. Sie iſt huͤbſch, hat muntere Augen, eine weiße Haut. Man lehrt ſie, wie ſie von dieſen Eigenſchaften Vortheil zie⸗ hen kann, die Stimme der Natur ſchweigt noch, nicht der natuͤrliche Trieb der Wolluſt, nein, nur der Er⸗ werb leitet ſie auf die Bahn der tiefſten Schmach. In elenden Lumpen fuͤhrt ſie eine ſchon erfahrene Ca— meraͤdin— auf die Straße. Nach dem Feierabend ſieht man unreife Maͤdchen in elenden Kleidern— im Winter zähneklappernd— paarweiſe unter den Gas⸗ lampen der belebteſten Straßen umherſtreichen. Sie ſingen, ſie ſchaͤkern, ſie haſchen ſich und treiben frechen Muthwillen, um die Blicke auf ſich zu ziehen. Das erſte Debuͤt Helenens iſt gluͤcklich— ſie erobert ein
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