Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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gekleideten, ſchlecht genaͤhrten, durch Arbeit erſchoͤpften Kinder die heiligen Worte vernaͤhme! Es iſt dies das feinſte, ſchrecklichſte Gift fur menſchliche Selbſtſucht. Ja, es giebt kein Wort in der Bibel, welches nicht ein Dolchſtich waͤre fuͤr das harte Herz menſchlicher Ungerechtigkeit!

Wir wollen jedoch das Schickſal unſeres Fabrik⸗ maͤdchens weiter verfolgen. Einige Jahre ſind vor⸗ uͤbergefloſſen und mit ſechzehn Jahren iſt es wahrſchein⸗ licher Weiſe ſchon Gattin; ihr Mann mag um ein Jahr aͤlter ſein als ſie. Dann fangen Beide die er⸗ vaͤrmliche Lebensgeſchichte ihrer Eltern an; es iſt die⸗ ſelbe magere und verkruͤppelte Race, dieſelbe Aufopfe⸗ rung der Kinder an die Maſchine; dieſelben Entbeh⸗ rungen, dieſelbe Verzweiflung, dieſelbe fruͤhreife Ver⸗ vindung, dieſelbe blaſſe, ſchwächliche Nachkommenſchaft!

Wir haben dieſem Gemaͤlde von dem Schickſale der Fabrikkinder in England nur hinzuzufuͤgen, daß es in Wien daſſelbe iſt! Einige Zuͤge in dieſem Bilde nur paſſen nicht! Erſtens kuͤmmert ſich in Wien kein Menſch darum, in welchem Alter die Kinder zur Fa⸗ brikarbeit zugelaſſen werden, keine Commiſſion unter⸗ ſucht ihre Zaͤhne und ihre koͤrperliche Tauglichkeit, und wenn nicht der Fabrikdirector ein Mann von Gewiſſen iſt, ſo ſteht es ihnen vollkommen frei, die unflaͤthigſten und unzuͤchtigſten Gaſſenhauer, anſtatt jener bibliſchen Geſaͤnge zu ſingen. Ihre ſittliche Bildung iſt dem Zufall uͤberlaſſen, der Sorgfalt ſchlechter Muͤtter, oder

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