Anderthalb Stunden gehoͤren zum Fruͤhſtuͤck und Mit⸗ tagsmahle. Noch bleiben einige Stunden. Wie ſoll man dieſe ausfuͤllen? Lehrt man etwa dem Kinde die Anfangsgruͤnde des Unterrichtes? Nach neunſtuͤn⸗ diger, raſtloſer Arbeit in einer Wollmanufactur, wo ſollte die Spannkraft, der Eifer, die Stärke zum Ler⸗ nen herkommen? wie ſollte man da geeignet ſein, Ein— druͤcke zu empfangen, welche den Menſchen uͤber das Thier, das fuͤr die Schlachtbank beſtimmt iſt, erheben?
Das Fabrikkind kehrt nach Hauſe; was kann es anders machen als ſchlafen, um das Gepolter der Maſchinen, welches es den ganzen Tag hindurch an⸗ zuhoren gezwungen war, zu vergeſſen? Wer moͤchte ihm den ſanften Schlaf verkuͤmmern, wo doch biswei⸗ len Traͤume von Ruhe, Viſionen von Gluͤck zukom⸗ men? Was braucht es zu leſen und zu ſchreiben? Alles faͤllt der Vergeſſenheit anheim.—
Wir kehren neuerdings in die Manufactur zuruͤck. Die Kleine iſt in das Gewoͤlbe getreten; ſie vermehrt die Schaar der Kinder, die bereits an der Arbeit ſind. Man wird uns einwenden, daß alle Menſchen zur Arbeit geboren ſind, und daß es mehr als unnutz ſei, die Sympathie fuͤr Diejenigen anregen zu wollen, die darunter leiden. Mag ſein; wenn aber je Engel wei⸗ nen, ſo geſchieht es gewiß, wenn ſie auf dieſe kleinen Arbeiter in den Manufacturen herabblicken, auf dieſe Kinder ohne Kindheit, die ſich ein hartes Brot im Schweiße ihres Angeſichts erwerben muͤſſen.
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