Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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und ihre Scheunen ausleerte, als ſie ſahen, wie das Licht von der Erde wich und die Thiere des Waldes zu ihnen kamen, wie die Geier auf ihren Schornſtei⸗ nen kraͤchzten und die Schwalben ſich verbargen, da ſammelten ſie ſich wehklagend und riefen:Wo iſt Noah's Arche, wo, wo? Laßt uns ſie aufſuchen und ſie ihm wegnehmen, auf daß wir gerettet werden, und wir wollen ihn toͤdten, auf daß wir leben. Und Alle riefen in wildem Aufruhr:Wir wollen ihn toͤdten! auf daß wir leben; denn er hat einen Bund er⸗ richtet mit Gott zu unſerem Verderben!*)

Und raſend riefen ſie:Noah, wo biſt Du? Aber der Sturm verſchlang ihre Worte und Finſterniß leitete ſie irre. Und aus den Wellen ſtiegen Irrlichter empor und verwirrten ihren Sinn, und ſie glaubten, es waͤren Noah's Herdfeuer und ſuchten ſie auf. Aber die Lichter tanzten hierhin und dorthin und lock⸗ ten ſie in das Grab der Wellen, und ſie zerſtreuten ſich nach allen Gegenden und gingen zu Grunde. Elim aber, der Gottesleugner, trieb ſeine Heerden auf die Berge hinauf, und auf ſeinen Schultern hatte er ſeine Koſtbarkeiten, und ſeine Knechte trugen Speiſe und Trank, und ſuchten Hoͤhlen auf, wo ſie abwarten

*) Das iſt die entartete Menſchennatur in ihrer grauen⸗ haften Undankbarkeit ſchrecklich enthüllt in den Sen unſeres elenden Jahrhunderts.